Sonntag, Juni 10, 2007

Coito, ergo sum!

Früher hieß das sicher mal anders.



Aber in Zeiten von Ariadne von Schirach ("Ficken als Gebet" - oversexed and underfucked - "Der Tanz um die Lust") und dem Autor der "Generation Single" Michael Houellebecq (Sex als "entkleideter", entfremdeter, entmystifizierter, entsinnlichter Teil des entpersonalisierten, kapitalistischen Austauschprozesses - "Elementarteilchen", "Ausdehnung des Kampfbereichs", Lanzarote etc.) dürfte jedem - außer er lebt gerade in Afrika (dort heißt es zur Zeit wohl eher: Coito, ergo non sum.) - klargeworden sein, dass dies das zentrale Thema unserer Zeit war, ist und sein wird - und Denken in den Hintergrund (Cogito, ergo sum.) und zwar noch hinter Konsumieren (Consumo, ergo sum.) zu treten hat.



*zur Konstantin-Ausstellung bis November täglich eine lateinische Spruchweisheit.





Sex sells: "Den wenigsten Männern ist eine Frau genug."

Nein, es geht hier nicht um Horst Seehofer und seinen dilettantischen Kompromat-Anlauf. Diesmal nicht. Zumindest nicht direkt. Nicht nur Welt-Online bringt in seiner SERIE "Dienstfahrt" ein Interview mit Alexander Gerhardinger, dem Österreicher, der als erster Bordells an die Börse bringen wil.

MSN zieht nach.

Ja, und auch der FOCUS boulevardisiert in Seehofers Fahrwasser: "Polyamorie (geiles Wort!), eine Beziehungsform der Zukunft?" - S. 126 über die Roberto Blancos, Horst Seehofers und Dieter Wedels dieser Republik.

Wurde auch Zeit, dass man - nachdem man lange genug gar nicht schwul genug sein konnte, um politisch Erfolg von Berlin bis Hamburg zu haben - endlich wieder über das naürliche Recht der Alphatiere zu diskutieren beginnt und Schluß ist mit der amoralischen Moraldebatte.




Wilde Russinnen und Marktgesetze: Go West - Go East

Die Lösung ("Coito, ergo sum.") für den frauenlosen Osten? (Der TV berichtete "Not am Mann" und SPIEGEL 23/2007 S. 62 f "Power-Frauen verlassen den Osten"..."suchen ihr Gück im Westen. Hier erwartet sie, was ihnen der Osten nicht bieten kann: eine Karriere in anspruchsvollen Jobs und Männer, die mit ihren Ansprüchen mithalten können.(S.4)" - Nur nebenbei: Was macht eigentlich "unser Blogger (Go East) in Moskau"? Geht's ihm zu gut? Bei dem Männermangel... Seit Weihnachten keine Blogzeichen mehr ...)



„Knapp 200 Euro zahlen sie für einen Kurs mit sechs Abenden. Wer es zur „Meisterklasse“ bringen will, muss sechs dieser Kurse buchen – und zusätzlich Stunden in „Verführungskunst“ und „Strip-Plastik“. „In einem Land mit chronischem Männermangel, in dem es zum guten Ton gehört, wenn einer seine Gattin schlägt, ist das gut investiertes Geld“, meint eine der jungen Frauen. Die Konkurrenz um die halbwegs brauchbaren Männer ist hart.“ Entsprechend gut besucht ist die Zickenschule. Viele Schülerinnen sind jung, klug und attraktiv – und ratlos, dass sie trotzdem nicht den Richtigen finden.





FOCUS 23 2007 S. 92 - 97 Wilde Russinnen in der Luder-Schule



„Russlands Männer geben ein trauriges Bild ab, viele kommen nie aus der Pubertät heraus, lassen sich von ihren Partnerinnen aushalten, verhalten sich so, wie an das eher von Frauen erwartet“, klagt Raskoswkij, der früher als Psychologe beim russischen Katastrophen-Ministerium Selbstmörder und Gewaltopfer betreute. „Das geht so weit, dass Männer Kopfschmerzen vorschützen, um sich vor Sex zu drücken.“ Seine Kurse seien die russische Variante der Emanzipation im Westen, beteuert Rakowkij.[S.94 …]



„Der Rest ist einfach, verkündet Raskowskij: Kennt die Frau erst einmal die drei Männertypen, muss sie die Zielgruppe nur richtig einordnen – und dann genau jenen Typ von Frau geben, den er erträumt: „Es ist wichtig, den Mann zu überzeugen: „Ich kann dir alles geben, was du brauchst; wenn du mich hast, brauchst du keine andere mehr.“ Doch Vorsicht: „Wer die falsche Strategie wählt und etwa dem kleinen Jungen als kleines Mädchen kommt, der weckt den Fluchtinstinkt“, warnt Musterschülerin Natascha. „Einfacher ist alles mit Ausländern, etwa Deutschen, die sind sehr leicht einzuordnen und zu dressieren.“ Doch mit der zeit könne es deshalb langweilig werden mit ihnen. [S. 97…]



Auch wie sie den Mann fürs Leben finden kann, hat Marina bei Raskowskij gelernt: „Man muss sich mit Frauen anfreunden, die in den entsprechenden Kreisen unterwegs sind. Irgendwann wird es dann etwas.“ […]



Marina lächelt: „Im Westen sind die Frauen stärker, erfolgreicher, reicher – und finden keinen Mann.“ Emanzipation? Nein, damit habe sie nichts am Hut, sagt sie: „Für mich ist die Stärke einer Frau ihre Schwäche. Ihr kann niemand widerstehen.“





Wilde Russinnen – Wie Frauen in Moskau lernen, Männer zu angeln



FOCUS 23/2007 S. 94 - 97





Gebenedikt:: 31. Trierer Comedy-Slam

Wieder bin ich mit dem Publikum einer Meinung. Verdient gewann gestern Daniel Helfrich den 31. Comedy Slam in der produktion am dom.


Angesiedelt zwischen Hagen Rether (Anti-Grönemeyer-Song zum Download) und CD ("Liebe" zum Kaufen - Kaufzwang!!!) (You Tube) und Rainald Grebe. (wobei Helfrichs "Ode an den Odenwald" mit Grebes (You Tube) "Thüringen" konkurriert. - Wer schreibt endlich was über Eifel und Hunsrück?)



Einziger Wermutstropfen, dass es sein Kracher-Lied "Gebenedikt" weder auf CD noch auf seiner Homepage zum Download gibt.



Dafür die Songs "Ich bin NIX", "Rhapsodie in Hund", und "Ich bin's de Pontifex" ( meine Lieblingsstelle über Xavier) bei You Tube.



So bleibt uns nur zu warten bis er bald wiederkommt - mit seinem abendfüllenden "pianormalen" Programm ("Alle mal die Hand heben") auf dem gleichen Niveau.



 









Luder-Schulen: "Das Leben aus der Vögelperspektive"

Was isn im Moment los?


Bereits der FOCUS berichtet in dieser Woche über die geschulten Angriffe der russischen Luder-(Sterwa)-Liga (u.a. auch auf angeblich leicht dressierbare deutsche Männer).



Nun hat auch der monatliche Stern-Ableger NEON seine Juni-Titelstory (S.56-62) "Das Luder-Diplom: Sexy sein um jeden Preis - ein Besuch in der Anmachakademie von Moskau". (INHALT S.2: Reportage in der Rubrik "Fühlen": Das Luder-Diplom: In "Luder-Schulen lernen junge Russinnen, Männer zu begeistern - S. 56 Lernen von der Steinzeit: In der "Luderschule" trainieren Russinnen, begehrenswert zu sein.)



Luder-Diplom in Moskau NEON-Titelstory



Fragt sich nur, wieso dieser Владимир Раковский (VladimirRaskowski/RakovsyWladimir Rakowski/Rakovski), der Leiter der "Sterwalogia" (deutsch: Luderschule oder Luderologie) so gute Kontakte zur deutschen Presse hat ;-).



(In der FAZ-Online unter "Feuilleton" (sic!) wurde sterwa mit Zicke übersetzt?!?!? Was richtig zu sein scheint ;-): "Schöner Schimpfen auf russisch.")



Vladimir/Wladimir Владимир Раковский stand/steht offensichtlich und ausweislich seiner eigenen Homepage vor dem gleichen Problem und übersetzt Sterwa/o mit "Wirklicher Frau" (Man lese dazu auch Watzlawik "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?" ;-)))): "




When writing this article in English I was faced with an extremely difficult task -kind of "Lost in Translation." The question was, "How shall I translate the word "стерва" into English?" Dictionaries were of no use. All I could get from the thick volumes and all imaginable computer-based recourses, were "damned wretch," "stinker," or "shit," which really "stink" and don't suit. Giving up the attempts to discover the equivalent myself, I asked my native speaker colleagues, teachers at International House Dnipropetrovsk, for help. Still we were not able to find a word in English that would convey the Russian language meaning.



So let's agree on the term "real women." That's it!"



Also, Ossis, nochmal hergelesen - und nachdenken:




(NEON Text online)




>>Er bedaure, das sagen zu müssen, sagt Rakowski, aber seine Landsmänner seien vielfach faul, trunksüchtig, unhöflich und würden es als wichtigstes Statusymbol ansehen, sich eine ganze Batterie Geliebte zu halten



Mit dieser meinung steht er nicht alleine. Die prominenteste russische Sex-beraterin, Anfisa Tschechowa, formuliert es so: "Es gibt bei uns so wenige attraktive Männer, dass sich auch ein totalerVersager, nur weil er nicht trinkt, die Frauen aussuchen kann." Kein Wudner, dassdie Russen nicht flirten können: Sie haben es einfach nicht nötig.



[...]



Der Traum vieler Russinnen bleibt deshalb ein Mann aus dem Westen - auch wenn darüber nicht mehr so offen gesprochen wird. Denn seit Präsident Putins Patriotismuskampagne werden Frauen, die etwa mit einen Amerikaner oder Deutschen verbandelt sind, nicht selten wie Vaterlandsveräterinnen behandelt. Doch die eheinstitute boomen und werben mit Slogans wie: "Ein Mann ist kein Luxus, sondern Realität."<<




Empfohlene und geprüfte Agenturen!



Hier gibt es sogar kostenfreie Kontakte. Aber Vorsicht, Ossis, Russich könnt Ihr ja, vielleicht solltet Ihr vorher noch Englisch lernen, damit Ihr das mit den namentlichen Warnungen über Scam (z.B.) und Fraud (Betrug) auch versteht.



Und hier auch nochmal die Liste der drei Online-Artikel des FOCUS zum Thema "Geschlechterrollen" in Russland:



http://www.focus.de/politik/ausland/frauen-in-russland_nid_16937.html



http://www.focus.de/politik/ausland/frauen-in-russland_nid_16673.html



http://www.focus.de/politik/ausland/russischer-alltag_nid_12331.html














Endlich: Die Rückkehr der Scham - Dem Frisör ist nichts zu schwör:

Seien wir ehrlich, Männer, jahrelang hat der untere Einheitslook doch gelangweilt. Endlich haben die Frisöre von Westerland bis Garmisch nach einer Marktlücke gesucht und sind fündig geworden. Nach dem sämtliche Ärsche der Republik inzwischen wohl ein dazugehöriges Geweih tragen, wechselte der Trend zur Frontpartie. Wie Ingebord Bördlein uns in der Welt vom Samstag wissen lässt, hat nicht nur die Zahl der ästhetisch-plastischen Operationen die 400.000er-Marke überschritten und inzwischen auch den Vaginalbereich (Verengung) und G-Punkt (Erweiterung - Welcher Idiot hat eigentlich als Erster Spot(=Fleck) mit Punkt übersetzt?) erreicht, so hört für manche dann doch der Spaß beim Vorhof zur Hölle auf, bei manch anderen da eben erst an.
Als Muster für Intimfrisuren „sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Am beliebtesten ist nach Internetumfragen der senkrechte Streifen.“ Auch das Färben der Schamhaare sei üblich. Dennoch zeigt die Welt Infografik nur 12 Muster. Vorschlag zur Güte: In der nächsten Stufe könnte Microsoft den ganzen Wingdings und Wingdings-Schriftsatz freigeben.







Frust am Leben: Rauchen macht depressiv

Wie die WELT am Samstag (9.Juni 2007) Seite W2 WISSENSCHAFT berichtete, haben jetzt die Finnen erfunden, dass nicht nur Depressive vermehrt rauchen, was wir ja schon vorher mehr als ahnten, sondern auch Raucher vermehrt zur Depression neigen sollen. Na, wenn so ein circulus vitiosus nicht depressiv macht. Wie eigentlich alles von besserem, also schlechtem Wetter bis zu Windows, was ja schließlich Finnen nicht nur dazu rechtzeitig veranlasste, aus einer ehemaligen von der Pleite bedrohten Gummistiefelfabrik den größten Handyhersteller zu machen („Connecting people“ – wobei natürlich auch der auch Umgang mit anderen Menschen depressiv machen kann, wie wir seit Sartre wissen: „Die Hölle – das sind die anderen.“), sondern auch ein Linux zu erfinden.

Dann hätten wir aber gerne auch gerne eine finnische Patentlösung für unser bayerisches Problem, von dem nahezu zeitgleich die SÜDDEUTSCHE von einer bayerischen Massenkrankheit berichtet:„Jeder Dritte Erwachsene ist in Bayern depressiv“ (Tendenz steigend!)

Womit wir bei der FAS (Nr. 23 – 10.Junni 2007 - WIRTSCHAFT Seite 42) von heute wären, die über den vorläufigen weltweiten Rückgang des Tabakkonsums allerdings nur pro Person (Schließlich hat der Chinese ja noch gar nicht richtig zu quarzen angefangen.) unter dem Titel „Das Jahrhundert der Zigarette“ (Genuss oder Gift? Mode oder Mord? Vom Aufstieg und Fall der Zigarette im 20. Jahrhundert – von Winand von Petersdorff und Julia Roebke) berichtet. So ist man in den USA bei 1814 Zigaretten pro Kopf (2004) angelangt ist, während der Durchschnittskopf in Deutschland bereits mit 1322 (2006) Zigaretten genug blauen Dunst hat.