Sonntag, Juni 10, 2007

Wilde Russinnen und Marktgesetze: Go West - Go East

Die Lösung ("Coito, ergo sum.") für den frauenlosen Osten? (Der TV berichtete "Not am Mann" und SPIEGEL 23/2007 S. 62 f "Power-Frauen verlassen den Osten"..."suchen ihr Gück im Westen. Hier erwartet sie, was ihnen der Osten nicht bieten kann: eine Karriere in anspruchsvollen Jobs und Männer, die mit ihren Ansprüchen mithalten können.(S.4)" - Nur nebenbei: Was macht eigentlich "unser Blogger (Go East) in Moskau"? Geht's ihm zu gut? Bei dem Männermangel... Seit Weihnachten keine Blogzeichen mehr ...)



„Knapp 200 Euro zahlen sie für einen Kurs mit sechs Abenden. Wer es zur „Meisterklasse“ bringen will, muss sechs dieser Kurse buchen – und zusätzlich Stunden in „Verführungskunst“ und „Strip-Plastik“. „In einem Land mit chronischem Männermangel, in dem es zum guten Ton gehört, wenn einer seine Gattin schlägt, ist das gut investiertes Geld“, meint eine der jungen Frauen. Die Konkurrenz um die halbwegs brauchbaren Männer ist hart.“ Entsprechend gut besucht ist die Zickenschule. Viele Schülerinnen sind jung, klug und attraktiv – und ratlos, dass sie trotzdem nicht den Richtigen finden.





FOCUS 23 2007 S. 92 - 97 Wilde Russinnen in der Luder-Schule



„Russlands Männer geben ein trauriges Bild ab, viele kommen nie aus der Pubertät heraus, lassen sich von ihren Partnerinnen aushalten, verhalten sich so, wie an das eher von Frauen erwartet“, klagt Raskoswkij, der früher als Psychologe beim russischen Katastrophen-Ministerium Selbstmörder und Gewaltopfer betreute. „Das geht so weit, dass Männer Kopfschmerzen vorschützen, um sich vor Sex zu drücken.“ Seine Kurse seien die russische Variante der Emanzipation im Westen, beteuert Rakowkij.[S.94 …]



„Der Rest ist einfach, verkündet Raskowskij: Kennt die Frau erst einmal die drei Männertypen, muss sie die Zielgruppe nur richtig einordnen – und dann genau jenen Typ von Frau geben, den er erträumt: „Es ist wichtig, den Mann zu überzeugen: „Ich kann dir alles geben, was du brauchst; wenn du mich hast, brauchst du keine andere mehr.“ Doch Vorsicht: „Wer die falsche Strategie wählt und etwa dem kleinen Jungen als kleines Mädchen kommt, der weckt den Fluchtinstinkt“, warnt Musterschülerin Natascha. „Einfacher ist alles mit Ausländern, etwa Deutschen, die sind sehr leicht einzuordnen und zu dressieren.“ Doch mit der zeit könne es deshalb langweilig werden mit ihnen. [S. 97…]



Auch wie sie den Mann fürs Leben finden kann, hat Marina bei Raskowskij gelernt: „Man muss sich mit Frauen anfreunden, die in den entsprechenden Kreisen unterwegs sind. Irgendwann wird es dann etwas.“ […]



Marina lächelt: „Im Westen sind die Frauen stärker, erfolgreicher, reicher – und finden keinen Mann.“ Emanzipation? Nein, damit habe sie nichts am Hut, sagt sie: „Für mich ist die Stärke einer Frau ihre Schwäche. Ihr kann niemand widerstehen.“





Wilde Russinnen – Wie Frauen in Moskau lernen, Männer zu angeln



FOCUS 23/2007 S. 94 - 97





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