Donnerstag, März 06, 2008

Ehr-Steigerung: jetzt auch Fachanwälte für Familienrecht auktionierbar

Recht billig - Oder: Sag mir, wo Standesehren sind, wo sind sie gebliehieben .... .?!?!?!

Es wundert nicht mal, dass es ein Fachanwalt für Familienrecht war ....

Ob sie (die Dienstleistung) überhaupt jemand ersteigert hat oder wollte, wurde nicht einmal berichtet.


Bundesverfassungsgericht

Pressemitteilung Nr. 24/2008 vom 4. März 2008

Beschluss vom 19. Januar 2008 – 1 BvR 1886/06 –

Versteigerung anwaltlicher Dienstleistungen in einem Internetauktionshaus nicht berufswidrig





Der Beschwerdeführer ist Fachanwalt für Familienrecht. Er bot Beratungen in einem Internetauktionshaus an. Dabei handelte es sich um zwei "Beratungen bis 60 Minuten in familien- und erbrechtlichen Fragen" mit Startpreisen von 1 € beziehungsweise 75 € und um einen "Exklusivberatungsservice (fünf Zeitstunden)" mit einem Startpreis von 500 €. Die Rechtsanwaltskammer erteilte dem Beschwerdeführer eine Rüge, da die Versteigerung anwaltlicher Dienstleistungen in der Form von Internetauktionen berufsrechtswidrig sei. Das Anwaltsgericht bestätigte die Rüge.

Die hiergegen gerichtete Verfassungsbeschwerde war erfolgreich. Die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts stellte fest, dass die angegriffenen Entscheidungen den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht der Berufsfreiheit verletzen.

Für den/die, der/die mehr von dem verträgt, was so in seinem Namen entschiedne wurde/wird: BVERFGE - 04.03.2008.

Dazu auch GLOSSE "Freizügigkeit" der FAZ vom 05.03.2008



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