Samstag, August 30, 2008

ARTE: Turandot - Giacomo Puccini -Klingelton in XXL

Für die Generation Doof, die keine ganzen Bücher liest, keine ganzen Arien hört - für die es nur noch zum Klingelton reicht, um Bildung vorzutäuschen, geht's hier weiter: Placebo Domingo. DOWNLOAD-Zahl vor nd nach Telkom-Spot unbekannt.



Für die anderen nicht das Zusammengestoppel der Telekom.

Zum Vergleich: Nessun dorma

Paul Potts (1. Runde)z.Zt. Views: 32,547,841





Paul Potts (BGT Finale) z.Zt. Views: 13,194,340




Luciano Pavarotti z.Zt. nur Views: 6,649,705



3 Tenöre: Carreras - Domino - Pavarotti Views: 3,696,078





Und für die Härtesten, die XXL-Version von Puccini selbst:

Zum 150. Geburtstag von Giacomo Puccini zeigt ARTE die Oper "Turandot", die von einem der größten menschlichen Gefühle erzählt, der Liebe. Für den Auftakt des "Festival del Mediterrani" bringt der "Palau de les Arts" in Valencia eine spektakuläre Neuinszenierung auf die Bühne. Maestro Zubin Mehta entfacht am Pult ein musikalisches Feuerwerk, und auch die Solisten glänzen: Maria Guleghina als Prinzessin, Alexia Voulgaridou als Liù, Alexánder Tsymbalyuk als Timur und Mario Berti als Calaf. ARTE präsentiert eine Aufzeichnung vom 24. Mai 2008.

Montag, 1. September 2008 um 22.55 Uhr
VPS : 22.55
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Das schaurig-rührende Märchen von der ebenso schönen wie grausamen Turandot war für Puccini der ideale Opernstoff: Die chinesische Prinzessin gibt jedem der zahlreichen Verehrer, die um ihre Hand anhalten, drei Rätsel auf. Wer die Antwort weiß, darf sie heiraten - sonst bezahlt er seine Liebe mit dem Leben. Noch kein Bewerber konnte bisher die Rätsel lösen, und so endeten sie alle auf dem Schafott. Da erscheint der siegessichere Prinz Calaf.

Puccini schuf daraus eine von großen Gefühlen getragene Oper, die von der allmächtigen Kraft der Liebe handelt. Die Tragödie um die eiskalte Prinzessin bricht er durch grotesk-komödiantische Einschübe - die Auftritte der drei Hofschranzen Ping, Pang und Pong - und dadurch, dass er mit der selbstlos liebenden Sklavin Liù dem grausamen Spiel der Turandot ein märchenhaft ideales Menschenbild entgegenstellt.

Puccinis Prinz Calaf, der sich in blinder Verliebtheit und voll Zuversicht dem despotischen Spiel der Turandot stellt, ihre Rätsel löst und sie am Ende durch die Kraft seiner Liebe - und einen Kuss - bekehrt, ist eine Glanzrolle für jeden Tenor, die Arie "Nessun dorma" wohl die bekannteste Tenorarie überhaupt und durch Luciano Pavarottis Interpretation selbst Nicht-Opernkennern im Ohr.

Vom Frühjahr 1920 bis zu seinem Tod am 29. November 1924 arbeitete Puccini an dem Stoff, beschäftigte sich auch intensiv mit chinesischer Geschichte und Musik - und zitiert zum Beispiel mehrmals in der Oper Melodien einer chinesischen Spieluhr, die ihm ein Freund besorgt hatte - doch er konnte sein Werk nicht mehr vollenden. Die "Turandot" wurde Puccinis Schwanengesang, und erst nach seinem Tod ergänzte Franco Alfano die Skizzen und Aufzeichnungen des Meisters zur heute bekannten Partitur. Die Uraufführung am 25. April 1926 in der Mailänder Scala dirigierte Arturo Toscanini.

Für die Premiere seines "Festival del Mediterrani" brachte der "Palau de les Arts" in Valencia eine spektakuläre Neuinszenierung der "Turandot" auf die Bühne, die mit 460 Quadratmetern übrigens eine der größten Opernbühnen der Welt ist. Im gigantischen Orchestergraben zündet Pultstar Zubin Mehta ein musikalisches Feuerwerk, die "Wiener Zeitung" konstatiert zu Recht "frenetischen Beifall" und "technische Brillanz". Und auch die Solisten glänzen: Maria Guleghina als erst eiskalte, dann dahinschmelzende Prinzessin, Alexia Voulgardiou als sehr berührende Liù, Alexánder Tsymbalyuk als machtvoller Timur und schließlich Mario Berti als prächtiger Calaf, der laut "Wiener Zeitung" mit seinem furios leuchtenden "Nessun dorma" "sogar Pavarotti Konkurrenz macht".

Puccini - Turandot
(Deutschland, Spanien, 2008, 120mn)
ZDF
Chorleiter: Francesc Perales, Luis Garrido
Kostüme: Chen Tong Xun
Dirigent: Lorin Maazel, Zubin Mehta
Ausstattung: Liu King
Interpret: Cor de la Generalitat Valenciana, Kinderchor "Escolania de la Mare de Déu dels Desemparats"
Libretto: Giuseppe Adami & Renato Simoni
Inszenierung: Chen Kaige
Orchester: Orquestra de la Comunitat Valenciana
Produzent: Tiziano Mancini

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