Donnerstag, Oktober 23, 2008

Mehr Wert! Mehr wert? The same procedure as every day - “Gier frißt Hirn auf”

Altes aus der Anstalt …

Es gibt Leute, denen ist einfach nichts peinlich.

1. Abgesehen davon, dass in dieser Republik seit Wochen über kaum etwas anderes - Frings, Ballack, Löw mal abgesehen - so diskutiert wurde und wird, wie über die GIER - und natürlich über die Gier der “anderen” (die die Hölle sind - SARTRE), wie die der bösen Hedge-Fonds-Manager, Immobilien-Makler und Parketthändler (!?!?!?!?).

2. Abgesehen davon, dass man/frau einfach so eine im mehrfachen Sinne reine (und höchst banale) PR-Meldung eines (zwar unabhängigen?!?!?) Finanzdienstleisters über DPA am 23.10.2008 auf die “Mehr Wert!”-Seite hievt, die z.B. am 17.10.2008 schon im Generalanzeiger oder in der Rhein-Zeitung (und zwar ganz!) stand.

Also abgesehen davon: Hat irgendjemand das mal “durchgerechnet”, um was es HIER bei all der GIER überhaupt ging und geht?

Wohlgemerkt wir sind beim TAGESgeld (den Teil der FMH-Marketing-Meldung für Wahnsinnige “Für ein sechsmonatiges Festgeld desselben Betrags geben die Sparkassen im Schnitt 4,05 Prozent, die Volksbanken 3,73 Prozent und die Privatbanken 4,47 Prozent. Ausgewertet wurden die Angebote von 50 Sparkassen, 35 Volks- und Raiffeisenbanken und 40 Banken im deutschen Einlagensicherungsfonds.” hatte man ja schon abgeschnitten … (Sicher aber nur aus Platzgründen, und nicht weil man/frau sie für weniger wert hielt.)

Nö, ne!

Na, wo ist denn unser Mathe-Coach?

Ich denke, dass das Problem (in dieser Republik) wirklich nicht an den hochkomplizierten Finanzprodukten lag und leigt … , wenn eine lokale Tageszeitung IMMER noch solche unreflektierten PR-Meldungen - und wenn sie auch von den “EXPERTEN” von DPA kommen - weiterverbreitet.

Vielleicht sollte da mal ein Ruck durch die Redaktion, Trier, Rheinland-Palz und Deutschland gehen. Und wir fangen erst mal (wieder) bei den Basics an - und zwar abends in den VolksHOChschulen oder als Repititorium in der Tageszeitung.

Neulich habe ich eine Beitrag über Kambodscha gesehen: Da lehrt man die Erwachsenen das Zählen und die vier Grundrechenarten, damit sie sich als kleine Händler nicht selbst bescheißen.

Die Banalität des Bösen der Zinsen

Hier sind wir offensichtlich auch in die Steinzeit “zurückgebracht worden”. So halte ich die Tatsache, dass nach Preisangabenverordnung der Kilopreis angegeben werden muß (was in einigen Trierer Geschäften immer noch nicht erfolgt), um Vergleichbarkeit für den “einfachen Verbraucher” (dem man offensichtlich keinen Dreisatz beibringen konnte) herzustellen, für höchst fatal. Da dies auch dazu führt, dass die Leute, die es eben können, sich auch nicht mehr “anstrengen” müssen und es auch nicht mehr tun: das “Durchrechnen”.

Natürlich ist und bleibt es banal/trivial, dass der Preis für das Geld (Siehe TV-Kindernachrichten!!!) unterschiedlich ist, wei der jedes Produktes und jeder Dienstleistung.

Was kostet eine kleine Flasche Cola in der Fußgängerzone (überirdisch) und was eine 1 Literflasche (beim Karstadt im Keller)? Was der Sprit an einer Autobahntanke und 5 km hinter der Abfahrt?

Nun, TV–Redaktion, was bezahlt denn eine Volksbank für ein Tagesgeld von - sagen wir 5000 EURONEN ! - in absoluten Zahlen (sagen wir für 10 Tage) gegenüber der Sparkasse oder einer “Privatbank”. Lohnen sich die Überweisungsgebühren? Telefonkosten? Lohnte sich dieser “Mehr Wert-Artikel” vom TV für die FMH überhaupt? (Für die FMH sicher).

Lest Ihr eigentlich die Meldungen auch vorher, ehe ihr sie zerschnippelt ins Blatt bringt? (Nach Verstehen will ich erst gar nicht mehr fragen!)

Dass dieser PR-Schmonzes selbst am 17.10.2008 in der SÜDDEUTSCHEN stand macht (die Banalität des Bösen) nicht besser. Und ist keine Entschuldigung - gerade (!!!) vor dem Hintergrund der Krise.

Aber wie sagten schon unsere Trierer Väter und Väterväter: “Wenn dön Pitter in de Muhsel springt, springst Dau ja unnit noch.”

Im Übrigen sollte man/frau einfach mal die “Abstimmung mit den Füßen” der (Geld-)Verbraucher seitens der Redaktion zur Kenntnis nehmen und diese “Umkehr auf sich wirken lassen - und einfach mal über den scheinbar wundersamen Wandel der Bedürfnisstruktur (seiner Leserinnen und Leser/Freundinnen und Freunde) reflektieren … .

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